Aktionstag gegen Glücksspielsucht 2023
Die Landesfachstelle Glücksspielsucht Saarland stellt in diesem Jahr die Spielersperre in den Mittelpunkt – ein Schutzmechanismus für Spielsüchtige. In jedem saarländischen Landkreis läuft über vier Wochen in Kinos im Vorprogramm ein Clip, der bei Spielproblemen über Hilfe und die Möglichkeit der Spielersperre informiert.
Die Spielersperre, die mit dem Neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021 eingeführt wurde, beinhaltet die Möglichkeit sich für das Glücksspiel sperren zu lassen. Es muss heute vor jeder Glücksspielteilnahme, auch bei Onlineglücksspielen und in der Gastronomie, geprüft werden, ob ein Spieler gesperrt ist.
Viele Betroffene, aber auch Familienangehörige, sind noch unzureichend über dieses Schutzinstrument informiert. Die Mindestlaufdauer liegt bei drei Monaten, sie kann aber auch länger und bis unbegrenzt gewählt werden.
Sich für das Glücksspiel sperren zu lassen ist für einen Betroffenen der erste Schritt aus der Spielsucht. Auch Angehörige können unter bestimmten Bedingungen eine Fremdsperre einrichten.
Es liegen bei 2,3 % der deutschen Bevölkerung zumindest ein kleines Problem mit Glücksspielen vor; das entspricht im Saarland einer Zahl von ca. 15 000 Menschen. Bei Einigen liegt eine schwere Störung vor, das eigene Leben wird und wurde durch die Glücksspielsucht massiv beeinflusst, im Saarland entspricht das ca. 3 260 Menschen.
Aktionstag Glücksspielsucht 27.09.2023
Selbstsperre
Mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages zum 01.07.2021 ist auch ein neues Spielersperrsystem eingeführt worden.
Damit können sich gefährdete oder abhänge Glücksspieler*Innen für alle Arten des Glücksspiels sperren lassen – sowohl online als auch terrestrisch (Spielhallen, Spielbanken, Automaten in der Gastronomie u.a.) Diese Sperre gilt dann bundesweit.
Dieses Instrument kann eine wichtige Hilfe sein, wenn man selbst keine Glücksspiele mehr spielen möchte (Selbstsperre).
Fremdsperre
Es gibt auch die Möglichkeit, andere Personen sperren zu lassen, wenn der Verdacht besteht, dass diese ein Glücksspielproblem haben (Fremdsperre).
Bäckertüte als Information
Es beteiligen sich wieder saarländische Bäckereien der Innung, Schülerbistros, verschiedene Firmenbistros und die Tafeln daran und verpacken ihre Waren in eine Bäckertüte mit der Aufschrift: „Verspiel nicht Dein täglich Brot“. Mit zusätzlichen Plakaten wird auf die Spielersperre aufmerksam gemacht.
Bei Fragen und Informationen rufen Sie uns gerne an:
Caritas - Landesfachstelle Glücksspielsucht 0681 3090650
Die Landesfachstelle Glücksspielsucht am 21.09.2023 bei Wir im Saarland - das Magazin zu den Themen Spielsucht und Spielersperre.
wir-im-saarland-das-magazin /teufelskreis-glueckspiel-spielsucht-zerstoert-existenzen
wir-im-saarland-das-magazin/christine-hensler-zu-spielsperren-bei-gluecksspielsucht
Bilder Aktionstag 2023
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v.l.n.r: Herr Thomas Wagner: Ministerium für Wirtschaft, Digitales, Innovation und Energie, Frau Andrea Scholl: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Herr Michael Schley: Direktor des Caritasverbandes Saarbrücken, Frau Christine Henrichs: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Frau Kristin Karrenbauer: Ministerium für Wirtschaft, Digitales, Innovation und Energie -
Caritasverband Mitarbeiter Georg Hoffmann mit Frau Susanne Klesen und Frau Meike Maurer vom Bildungscampus Saarland -
Besucher des bundesweiten Aktionstages gegen Glücksspielsucht 2023 im Kino achteinhalb -
Herr Michael Schley, Direktor des Caritasverbandes Saarbrücken, eröffnet den bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht 2023 im Kino achteinhalb. -
Frau Christine Hensler, Leiterin der Landesfachstelle Glücksspielsucht Saarland, referiert zum Thema Spielersperre. -
Schüler des SBBZ verfolgen aufmerksam den Videoclip zum Thema Spielersperre. -
Auch der Saarländische Rundfunk berichtet über den bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht im Saarland. -
Eine Berufsschulklasse zur Kinderpflege des SBBZ, mit ihrer Lehrerin Frau Maas-Kreutz -