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LAGS geht in die Insolvenz

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Datum: 
11. Februar 2016

Der Geständige und mittlerweile Verurteilte hatte sein Vergehen mit seiner Spielsucht begründet. Er soll immer wieder kleinere Beträge vom Vereinskonto auf Konten von Familienangehörigen überwiesen haben….

LAGS geht in die Insolvenz

Markus Person/Axel Burmeister   05.01.2016 | 11:40 Uhr

Weil ein Mitarbeiter der Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (LAGS) rund 70.000 Euro unterschlagen hatte, war die Landesgesellschaft in eine finanzielle Schieflage geraten. Jetzt ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Die Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (LAGS) hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte Insolvenzverwalter Rösler dem SR. Er sagte, die Löhne für die zehn Beschäftigten seien bis zum 31. Dezember 2015 aus dem Insolvenzgeld bezahlt worden. Die befristeten Arbeitsverträge seien zum gleichen Zeitpunkt ausgelaufen. Rösler betonte, für die Azubis sei eine Übergangslösung gefunden worden. Sie könnten ihre Ausbildung in anderen Gesellschaften abschließen. Die Aufgaben der LAGS soll künftig ein neuer Verein übernehmen. Er werde in den kommenden Monaten gegründet.

Buchhalter wurde gekündigt

Die LAGS war in finanzielle Schieflage geraten, weil der ehemalige Buchhalter rund 70.000 Euro auf eigene Konten abgezweigt hatte. Der Geständige und mittlerweile Verurteilte hatte sein Vergehen mit seiner Spielsucht begründet. Er soll immer wieder kleinere Beträge vom Vereinskonto auf Konten von Familienangehörigen überwiesen haben. Im Juli vergangenen Jahres hatte der Vorstandsvorsitzende der LAGS, Armin Beck, Strafanzeige erstattet. Dem Buchhalter wurde gekündigt. Der Verein und sein langjähriger Geschäftsführer hatten ihrem Buchhalter offenbar grenzenlos vertraut. So verfügte der 45-Jährige über sämtliche Daten für das Online-Banking, hatte Zugang zu Chipkarten und Pins.

Aus Zuschüssen finanziert

Die LAGS ist ein eingetragener Verein. Sie arbeitet als gemeinnütziger Fachverband für Gesundheitsförderung und seit 1990 landesweit für Gesundheitsförderung, Gesundheitserziehung und Prävention. Mitglieder sind unter anderem mehrere Krankenkassen. Der Verein finanziert sich zu einem überwiegenden Teil über Zuschüsse des Gesundheitsministeriums.

Quelle: SR-online, 5.1.2016

http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/LAGS_Insolvenz_Beck100.html