Mach das Spiel nicht länger mit !

Spielersperre (Selbst- und Fremdsperre) in staatlichen Spielbanken

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Nach dem Glücksspielstaatsvertrag vom 1. 7. 2012 gibt es die Möglichkeit, sich selbst von bestimmten Glücksspielen sperren zu lassen (Selbstsperre). Dies betrifft in erster Linie den Zugang zu allen staatlichen Spielcasinos. Unter diese Sperre fallen auch die in den staatlichen Lotteriegesellschaften (z. B. die Saarland Sporttoto GmbH) angebotenen Glücksspiele Oddset, Toto und Keno.

Eine Sperre gilt bundesweit und wird für mindestens ein Jahr eingerichtet. Sie ist jedoch unbefristet. Eine Sperrung kann frühestens nach einem Jahr auf Antrag des Betroffenen aufgehoben werden. Hierzu muss er nachweisen, dass keine Gründe für eine Sperrung mehr vorliegen.

Der Antrag muss persönlich bei einer Zentrale einer Lotteriegesellschaft, einer ihrer Annahmestellen oder der Rezeption einer Spielbank gestellt werden. Hierzu sind zum Identitätsnachweis Ausweispapiere mitzubringen.

Hinweis: sollte aufgrund einer Glücksspielsucht der Besuch der Rezeption einer solchen Stelle rückfallgefährdend sein, so kann der Antrag auch per Post mit einer Kopie des Personalausweises gestellt werden. Die Sperre wird nach der Bearbeitung des Antrages verfügt, auch wenn dort zunächst keine Gründe angegeben sind.

Ebenso ist es möglich, dass der Glücksspielveranstalter eine sogenannte Fremdsperre verhängt, sobald ihm begründete Hinweise vorliegen, dass eine Spielsuchtgefährdung vorliegt. Auch Angehörige können eine Fremdsperrung veranlassen, wenn anhand von Unterlagen (Kontoauszüge) nachweislich eine existenzielle Gefährdung der Familie nachgewiesen werden kann. Der Betroffene muss nach einer verhängten Sperrung vom Glücksspielanbieter zu den Gründen der Sperrung gehört werden.

Weitere Infos hierzu unter:

www.spielen-mit-verantwortung.de/Rechtliches/selbst-fremdsperrung/
 

Hier finden Sie ein Formular zur Selbstsperre als pdf-Datei zum Download

Hier finden Sie ein Formular zur Fremdsperre als pdf-Datei zum Download

 

Keine Spielersperre in gewerblichen Spielhallen

Eine ähnliche Schutzmöglichkeit gibt es für Geldspielautomaten in Spielhallen und gastronomischen Betrieben im Saarland nicht! Sie unterliegen anderen rechtlichen Regelungen, die eine Spielersperre nicht vorsehen.