Mach das Spiel nicht länger mit !

Definition der Glücksspielsucht

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Nach den internationalen Klassifikationssystemen des DSM-IV und des ICD-10 wird Pathologisches Glücksspielen den Impulskontrollstörungen zugeordnet.

Im neuen DSM V wird pathologisches Glücksspielen als erste Verhaltenssucht in die Kategorie „Addiction and Related Disorders“ aufgenommen (siehe www.dsm5.org).

Folgende Merkmale charakterisieren ein problematisches bzw. ein pathologisches Glücksspielen:

  1. Starke (kognitive) Eingenommenheit vom Glücksspielen.
  2. Einsatzsteigerung zur Erlangung der gewünschten Erregung.
  3. Wiederholt erfolglose Versuche, das Spielen einzuschränken oder zu beenden.
  4. Unruhe und Gereiztheit beim Versuch, das Spielen einzuschränken.
  5. Glücksspielen als Flucht vor Problemen oder negativen Gefühlen.
  6. Verlusten durch erneutes Glücksspielen hinterher jagen.
  7. Vertuschen der Glücksspielproblematik gegenüber nahen Bezugspersonen.
  8. Illegale Handlungen zur Finanzierung des Glücksspielens.
  9. Glücksspielbedingte Gefährdung oder Verlust von Bezugspersonen und/oder Berufschancen.
  10. Nutzung des Geldes anderer Personen zur Sanierung der finanziellen Misere.

Für die Einordnung als „pathologisches Spielen“ müssen mindestens fünf der zehn Kriterien zutreffen. Ein „problematisches Spielverhalten“ liegt in der Regel vor, wenn mindestens drei der oben genannten Kriterien erfüllt sind.